Bahnabbau bringt Stellenabbau

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16. Juli 2012 von suedburgenlandprobahn

Arbeitsplätze, Kommunalabgaben und Wertschöpfung gehen verloren, wenn die Eisenbahn abgebaut wird. Verlierer einer solchen Entwicklung sind die Menschen und die Betriebe der betroffenen Region.

Aber auch das optische Erscheinungsbild einer Gegend leidet, wenn die verantwortlichen Politiker die Bahninfrastruktur demolieren anstatt sie zu attraktivieren. Ein dementsprechend trauriges Bild bietet die Umgebung des Bahnhofs Rechnitz. „Südburgenland Pro Bahn“ hat einige optische Eindrücke im Anhang festgehalten.

Überraschend ist, dass die Abwanderung der Fa. Kölbl, eine direkte Folge der Einstellung des Güterverkehrs bis Rechnitz, bestenfalls Beschwichtigungsversuche auf Seiten der regionalen Politik ausgelöst hat. Ein deutlicheres Zeichen für die Folgen des Infrastrukturabbaus als den unmittelbaren Verlust von Arbeitsplätzen gibt es eigentlich kaum. Kann es sich besonders der strukturschwache Osten des Bezirks Oberwart leisten, einen der letzten namhaften Betriebe zu verlieren?

Überholverbot für die mittel- und südburgenländische Wirtschaft

Mit dem Bahnabbau rückt die Region jedenfalls weiter an den Rand – dabei wird vor unserer Haustüre die EU-Hochleistungstrasse SETA geplant, die für burgenländische Firmen das Tor zur Adria, in den Osten und in den Norden öffnen würde. Mit einer solchen Anbindung würde ein hochattraktiver Wirtschaftsstandort entstehen. Mit der geplanten Stilllegung der Strecke Oberwart-Friedberg ist dies aber vorerst vom Tisch. Nachhaltigkeit wird zum Verkaufsargument im Kur- und Freizeitbereich Neben der produzierenden Wirtschaft würde aber auch der Tourismus in der Region massiv von einer attraktiven Bahnanbindung profitieren. Alleine der Bezirk Oberwart verzeichnet
über 100.000 Ankünfte – Jahr für Jahr!

Mit steigenden Treibstoffpreisen stellt die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
einen zunehmend wichtigen Faktor dar. Zudem spielt gerade in Regionen, die mit sanftem
Tourismus werben, umweltbewusstes Reisen eine immer wichtigere Rolle. Die öffentliche Infrastruktur im Mittel- und Südburgenland ist derzeit aber alles andere als optimal. Zukünftige Arbeitsplatzverluste aufgrund des unterlassenen Schienenausbaus sind also
vorprogrammiert.

„Südburgenland Pro Bahn“ bleibt deshalb dabei, dass Pendler und Wirtschaft angewiesen
sind auf:

  • Schaffung einer Eisenbahn-Verbindung nach Szombathely
  • Herstellung von Direktzügen Bad Tatzmannsdorf – Wien für Touristen
  • Flächendeckenden Betrieb des Güterverkehrs

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