Niessl schicket Pendler in den Stau vor Wien

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13. August 2012 von suedburgenlandprobahn

Kaum jemand pendelt freiwillig über lange Distanzen – der finanzielle und zeitliche Aufwand ist enorm. Pendeln ist für viele Menschen aus dem Landessüden kaum mehr leistbar und die Abwanderung in der gesamten Region stellt ein enormes Problem dar. Eine Reformierung der Pendlerpauschale ist notwendig, an erster Stelle muss aber der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs stehen.

Retro-Lösung und Wahlkampfgetöse – Landeshauptmann Nießl nicht glaubwürdig

Die von Nießl vorgeschlagene Symptom-Bekämpfung nützt nichts gegensteigende Treibstoffpreise, zunehmend verstopfte Straßen, die Klimaproblematik und steigenden Lärm durch den anwachsenden Auto-Verkehr. Im Gegenteil: Ähnlich wie die millionenteure „Umfahrung Oberwart“ samt „Turbokreisverkehr“ stellen solche Ansätze einen Teil des Problems dar, keinesfalls einen Teil der Problemlösung.

Was das Land vielmehr braucht, ist eine Prioritätenliste:

  1. Arbeitsplätze in der Region

  2. Ausbau des öffentlichen Verkehrs, insbesondere schnelle Zugverbindungen direkt nach Wien
  3. Ein einheitliches Ticketsystem für ganz Österreich
  4. Eisenbahn-Park&Ride Anlagen schon in Oberwart, Pinkafeld, Großpetersdorf etc. statt an der Stadtgrenze von Wien;
  5. Siedlungsentwicklung um Öffi-Haltestellen

  6. Gerechte Pendlerpauschale für diejenigen, die die öffentlichen Angebote nicht nutzen können.

Busse sind teurer als die Bahn!

Im Norden fahren Pendler, Touristen etc. in den Zügen mit der ÖBB Vorteilscard Classic zum halben Preis, die Bevölkerung im Süden zahlt voll – weil die ÖBB Vorteilscard Classic in den Bussen nicht anerkannt wird. Das bedeutet z.B. für Wochenpendler Mehrkosten von mehreren Hundert Euro jährlich, aber auch klare Nachteile im Tourismus.

„Statt die Bahn im Südburgenland zu einer wirklichen Alternative zu machen (Oberwart – Wien in 90min), schickt uns LH Nießl in den Stau vor Wien. Jeder weiß, dass die Zukunft in der Elektromobilität und dabei insbesondere in der elektrifizierten Bahn liegt. Der Region diese Infrastruktur zu nehmen – mit der drohenden Stilllegung möglicherweise für immer – ist grob fahrlässig. Mit Diesel- und Benzin-Konzepten führt LH Nießl das Burgenland von der Energieautarkie immer weiter weg“, sagt Dietrich Wertz, Sprecher der Bürgerinitiative „Südburgenland Pro Bahn“.

 Den zugrunde liegenden Zeitungsartikel finden Sie unter:

http://kurier.at/nachrichten/burgenland/4508049-niessl-will-kilometergeld-fuer-pendler.php

Dietrich Wertz, Johanna Glaser

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