ÖBB will Pinkatalbahn verscherbeln

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8. Januar 2013 von suedburgenlandprobahn

Die Prophezeiungen der Maya haben sich zum Glück nicht bewahrheitet, die Prognosen von „Südburgenland Pro Bahn“ leider schon: Wie aus einem Inserat der ÖBB Infrastruktur AG vom 21.12.2012 in der Wiener Zeitung hervorgeht, wollen die ÖBB die Strecke Oberwart-Friedberg verkaufen. Innerhalb von drei Monaten muss ein Nachfolger gefunden sein, andernfalls droht die Stilllegung.

Amtsblatt

Nagelprobe für das Land Burgenland

„Diese dramatische Entwicklung wird zeigen, wie ernst das Land Burgenland die Entwicklung des Südburgenlandes nimmt. Wir fordern die Landespolitik auf, den Verkauf nicht weiter totzuschweigen und aktiv eine Nachfolgelösung zu suchen. Wenn die Infrastruktur nicht doch bei der ÖBB Infrastruktur AG zu halten ist, muss sie auf Landesebene aufgefangen werden“, so Christoph Wachholder von der Bürgerinitiative. Auch der Bund darf sich nicht komplett aus der Verantwortung ziehen; bisher wurde der Infrastrukturerhalt ja von der ÖBB, d.h. aus Wien, bestritten.

„Gelingt es nicht, eine langfristig tragfähige Lösung zu finden, ist die Verwahrlosung und spätere Aufgabe der Strecke eine unvermeidliche Folge. Das bedeutet den Verlust dieser Lebensader für die Region. Ohne Bahn gibt es keine zukunftstaugliche Wirtschaftsanbindung an die Zentralräume und damit droht der Verlust von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Bevölkerung“, meint Johanna Glaser.

Chancengleichheit für den Süden!

„Gemeinsam mit der Wirtschaft muss zunächst eine Regelung für den Güterverkehr gefunden werden. Eine Zukunftslösung muss aber auch den Personenverkehr zurückbringen und Investitionen in die Strecke, Bahnhöfe und Park&Ride Plätze wie sie im Norden des Landes Standard sind. Oder ist das zu viel verlangt für das – nach wie vor – Ziel-1-Gebiet Südburgenland?“, fragt Dietrich Wertz.

Äußerungen von LH Niessl fragwürdig

Niessl-BROAufgrund aktueller Äußerungen von LH Nießl (BRO vom 27.12.2012) müssen wir leider davon ausgehen, dass er die „Substanz“ der Argumente „Pro Bahn“ noch nicht verstanden hat und in seinen Überlegungen noch immer Ursache und Wirkung vertauscht. Dabei ist es relativ einfach: Zwischen 2001 und 2011 wurden im Nordburgenland knapp 200 Mio.EUR und im Mittel- und Südburgenland nur ca. 25 Mio.EUR in die Bahn investiert. Diese Verhältnis gehört in den nächsten zehn Jahren umgekehrt. Dann wird das Pinkatal schon sehr bald über eine unschlagbare Bahn-Verbindung nach Wien verfügen.
Anstatt sich aber selbst einem Austausch dieser Argumente zu stellen, hat es LH Nießl in der Vergangenheit vorgezogen, den Landesverkehrskoordinator, Mag. Peter Zinggl, zu Diskussionen nach Oberwart zu schicken.

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