Mobilität für alle Burgenländer? Leider nein…

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2. Juni 2014 von suedburgenlandprobahn

Bei der 2. Bürgerbeteiligungsveranstaltung in Oberwart wurden am Freitag die vorläufigen Ergebnisse der Gesamtverkehrsstrategie Burgenland präsentiert.

Zusammenfassend kommen die Ersteller der Studie zum Schluss, dass das Angebot an Öffentlichem Verkehr im Südburgenland im Wesentlichen ausreichend sei: Die Linie G1 biete ein gutes Angebot für die Wienpendler; im regionalen Verkehr seien 97% der Siedlungskerne gut angebunden. Empfohlen wird auf Gemeindeebene der Ausbau des Mikro-ÖV, auf regionaler Ebene die Optimierung des Linienverkehrs.

Der Ausbau der Bahn nach Wien war leider kein Thema. Für den Lückenschluss Oberwart-Szombathely wird derzeit im Rahmen des Projekts Grenzbahn eine Machbarkeitsstudie erstellt, die die Grundlage für die weitere Vorgehensweise sein wird. Ob eine Chance auf Realisierung besteht, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.

Verkehrskoordinator Zinggl stellte auch klar: „Wir versprechen nichts.“ Entwickelt wird eine Verkehrsstrategie, kein Verkehrskonzept, d.h. erarbeitet werden Leitprinzipien und Vorschläge, keine konkreten Maßnahmen. Das heißt aber vor allem auch: Verbindlichkeit ist noch weniger gegeben als bisher (mit dem Gesamtverkehrskonzept 2002).

Interessant: Trotz Einstellung nutzen im Bezirk Oberwart ca. 25% der Arbeitspendler, die öffentlich fahren, die Bahn (z.B. ab Friedberg).

Fazit:

Es hat bei der 1. Bürgerbeteiligungsveranstaltung und der Haushaltsbefragung ein klares Votum für den Ausbau der Bahn nach Wien und des Öffentlichen Verkehrs gegeben. Bei der aktuellen „Bürgerinformation“ gab es dazu von Landesseite hingegen nur fadenscheinige Ausflüchte. Damit wurden die Hauptanliegen und Bedürfnisse der Bevölkerung nicht entsprechend berücksichtigt. Sinn und Zweck dieses Bürgerbeteiligungsverfahrens müssen stark angezweifelt werden.

Zu wenig in Betracht gezogen wurde zudem der große Entwicklungsrückstand im Bereich Verkehrsinfrastruktur im Südburgenland. Die Ziel-1-Förderungen hatten insbesondere das Ziel, die Infrastruktur auszubauen. Passiert ist aber im Bereich Schienenverkehr im Mittel- und Südburgenland genau das Gegenteil.

Das Grundproblem aber ist, dass auch mit dieser Strategie wieder passiv reagiert – statt aktiv gestaltet wird. Diese Strategie ist eine Rechtfertigungsstrategie, keine Zukunftsstrategie.

So wie sie gestern präsentiert wurde, sieht die Gesamtverkehrsstrategie für das Südburgenland aus Sicht von „Südburgenland Pro Bahn“ keine wesentlichen Veränderungen oder Verbesserungen vor.

 

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