ORF-„Elefantenrunde“ zur Landtagswahl: Bahn im Landessüden bleibt zentrales Thema.

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21. Mai 2015 von suedburgenlandprobahn

Die wichtigsten Botschaften zur öffentlichen Mobilität:

  • Johann Tschürtz, FPÖ hob die Leistungen der Bürgerinitiative Südburgenland Pro Bahn explizit hervor: „Da müssen wir dem Dietrich Wertz mit seiner Organisation ‚Pro Bahn‘ wirklich ein Danke sagen. Denn mit dieser Aktion hat man es geschafft, dass das Land Burgenland jetzt diese Bahnstrecke angekauft hat.“ Er stellte das Mobilitätsproblem in einen größeren Rahmen: Mit ihrer CD „So schaut’s aus“ mache Ilse Benkö ganz klar, wo die eigentlichen Missstände im Südburgenland seien. Nur sie setze sich wirklich für die Region ein, und nur mit ihr könne es deshalb eine Veränderung für den Süden geben. [01:14:30]

 

  • Regina Petrik, GRÜNE stellte fest, dass vor allem das öffentliche Verkehrsnetz im Südburgenland viel zu schwach sei. Der Süden brauche einen massiven Ausbau [58:42]. Man müsse Verkehr vom öffentlichen Verkehr her denken. Petrik meinte dazu sinngemäß: „Wenn wir nach dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs merken, wir brauchen doch noch etwas, dann können wir noch immer irgendwo eine Straße hinbauen, um das letzte Loch zu schließen.“Damit stellte sie die Denkweise von LH Niessl der letzten Jahre („jetzt haben wir ja überall so viele Straßen gebaut und jeder hat ein Auto – womit sollen wir noch Öffis finanzieren und wer soll damit überhaupt fahren?“) vom Kopf auf die Füße.
  • Manfred Kölly, LBL entlarvte die zahlreichen Versprechen des Landeshauptmannes: „Im Süden hat man vieles versäumt. Schon am 9.Oktober 2002 (!) ist der Landeshauptmann in einem Bagger gesessen [BF, siehe Anhang] und hat angekündigt: „Die Bahnlinie nach Szombathely kommt. Aber: Bis dato ist nichts geschehen.“ „Das sind immer vor den Wahlen die Versprechungen, und nachher gibt es das alles nicht…“ [01:05:12]

 

  • Christian Schreiter, NEOS [01:06:00]: Man brauche Investitionen in Schiene, Straße und Internet. Schreiter zitiert dazu das EU-Weißbuch, das sich mit öffentlichem Verkehr im ländlichen Raum beschäftigt und dieses sage ganz klar: Wo es keinen öffentlichen Verkehr gibt, dort stirbt die Region langsam dahin. Und das hätten wir im Südburgenland de facto. Schreiter fordert den Bahnausbau Oberwart-Friedberg, und zwar massiv, sowie die Elektrifizierung St. Gotthard-Graz. Das seien alles wichtige Themen. „Gottseidank gibt es dort eine Bürgerinitiative mit ‚Südburgenland Pro Bahn‘, die immer dran bleibt, weil sonst wäre es schon ganz aus.“ Daran sehe man wieder, wie wichtig es ist, dass Burgenland ‚Bürgerland‘ ist.

 

  • Franz Steindl, ÖVP: Wir brauchen die Verkehrsverbindung in Straße und Bahn – wir brauchen beides. Wir wollen in der Mobilität vieles effizienter und effektiver gestalten. Dann werden auch die öffentlichen Verkehrsmittel angenommen. [1:10:53] Setzen wir Mobilität um, wie sie in Vorarlberg gegeben ist. Mit einer Mobilitätskarte um einen Euro pro Tag!

 

  • Hans Niessl, SPÖ: Er erklärte zwar nicht, was er im Süden in ca. eineinhalb Jahrzehnten Regierungsverantwortung gemeinsam mit LR Bieler geschafft habe, widerholte aber die alten Versprechen (Ausbau Szombathely, „Bedarfserhebungen“,..) wie vor jeder Wahl … Auf Nachfrage von Manfred Kölly: [1:13:44] „Warum erst jetzt?“ antwortete Niessl im Brustton der Überzeugung „Wir machen jetzt alles!“

… was auch immer „alles“ ist…

 

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